Sonnenbrand und starke Winde – Stuttgarterin unterwegs in Skandinavien!

Eines ist mir jetzt nach meiner Reisewoche in ausnahmsweise mal skandinavischen Ländern klar; die Sprache gefällt mir leider gar nicht. Dafür aber vieles andere. Die Mentalität, die Gebäude, die Seeluft, die schönen Häfen, die Freundlichkeit und vorallem die Gelassenheit, welche mir vorallem in Dänemark am Ende meiner Reise aufgefallen ist. Meine Reise hatte insgesamt zwei größere Stationen, Helsingborg und Kopenhagen.

Zuerst ging unsere Reise per Bus, Fähre und der großen Brücke nach Schweden, genauer nach Helsingborg. Der eigentliche Anlass meiner bzw. unserer Reise war die Europeade 2015 in Helsingborg, zu welcher insgesamt mehr als 6000 Teilnehmer aus ganz Europa anreisten um dort ihre Volklore, Gesang und andere Traditionen zu präsentieren. Auch wir waren als Vertreter für Baden-Württemberg mit dabei und haben einige neue Kontakte in Europa geknüpft.

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(Einer der Auftrittsplätze mitten in Helsingborg und ein bisschen Kunst durfte auch mit auf das Bild)

Helsingborg war urspürnglich eine dänische Stadt und wurde im 11. Jh. zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Besonders herausragend ist der „Kärnen“ genannte Verteidigungsturm, der einst zum Schutze der darunter liegenden Festung errichtet wurde. Mit diesen Bauwerken aus dem 14. Jh. zählte Helsingborg damals mit zu den wichtigsten Städten Dänemarks. Erst im 17. Jh. gehört Helsingborg (wie auch heute) zu Schweden. Das im Stadtbild so auffällige Rathaus ist nicht annähernd so historisch wie etwa die Burg oder der Verteidigungsturm, es stammt aus dem 19. Jh. Mit einer Fähre kann man schnell und sehr einfach in wenigen Minuten nach Dänemark fahren, insgesamt drei Reedereien bieten in Helsingborg Fährfahrten an. (Besonders gefallen haben mir die Namen der Fähren der Linie Scandlines. Sie heißen Tycho Brahe, Hamlet und Aurora. Da kommt eben doch ganz die Literaturstudentin heraus.) Als kleines Highlight gab es auf den Fähren auch ein schönes Angebot an Duty-free-Waren, da konnte ich natürlich nicht widerstehen und das ein oder andere lang ersehnte Kosmetia durfte mit nach Deutschland reisen. IMG_9015

(Helsingborgs Burg. Wenn man als BEsucher durch diese Burg geht, kommt man auf direkten Weg zum Verteidigungsturm Kärnen.)

Ich bin schon etwas häufiger Fähre gefahren, aber als plötzlich neben mir ein Zug auf die Fähre fuhr, war ich dich tief beeindruckt. Damit hatte ich einfach nicht gerechnet! Wenn ich allerdings auf den Boden gesehen hätte, wären mit bestimmt die dort verlegten Schienen aufgefallen.

Die Europeade ist ein riesiges Festival, schon alleine die unglaublich hohe Teilnehmer- und Besucherzahl spricht absolut für sich selbst und zeigt, dass Volklore und damit zusammenhängende Traditionen nicht zu vergessen sind. Sie verbinden. Beim gemeinsamen Tanzen in den Nächten auf den Festplätzen ist es egal, wer aus welchem Land kommt, die Kommunikation funktioniert (nicht immer auf perfekten Englisch, aber man versteht sich untereinander). Das Schönste an solchen Festivals sind aber die Menschen. Ohne solche Begegnungsstätten wie die Europeade hätten wir miteinander keine Berührungspunkte, aber sie wurden letzte Woche in Schweden geschaffen.

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(Fahnenschwinger aus Belgien, Wallonien. Auftreten durften alle Teilnehmer auch noch in zwei großen Abendveranstaltungen in der Helsingborg Arena.)

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Noch dazu kommt das schöne Bild, das die Stadt Helsingborg bildet. Wir saßen oft in einem der zahlreichen Parkanlagen. Diese bestechen mit Wlan, alten Bäumen und schönen Brunnenanlagen. Auch die Hafenanlage läd zum Verweilen ein, von dort aus kann man wunderschöne Sonnenuntergänge gemeinsam mit seinen Freunden beobachten. Auch tagsüber ist der Hafen einladend. In der Sonne direkt am Wasser haben wir die ein oder andere Stunde die Fähren beobachtet, die schwedische Sonne genossen oder einfach nur ein bisschen gedöst. Auch manche Bilder sind dort entstanden, manche sind auf Instagram. (Meinen Instagram-Account findet ihr an der Seite verlinkt, dort werden die nächsten Tage noch einige Bilder aus Kopenhagen und Helsingborg zu sehen sein.)

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(Direkt am Fährhafen verbrachten wir die meisten schönen Mittagsstunden.)

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Insgesamt haben wir fünf Tage in Schweden verbracht, einen davon in Lund. Dort haben einige Freunde ein schönes Scheunenfest für uns vorbereitet und gemeinsam haben wir wortwörtlich in die Nacht getanzt. Was mich besonders berührt und gfreut hat war der eigens für uns aufgeführte Fackeltanz. Die Stimmung ist bei solchen Tänzen einzigartig. Eine Mischung aus besinnlich und romantisch, die beruhigende Musik lässt einen vollkommen zu sich selbst ankommen.

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(Unsere Freunde aus Lund beim Fackeltanz.)

Nach diesen Tagen in Schweden ging unsere Reise weiter nach Kopenhagen. Dort verbrachten wir noch weitere zwei Tage und zwei Nächte, bevor good old Germany uns wieder hatte. Zu Kopenhagen gibt es morgen noch etwas mehr zu lesen, aber ich hoffe natürlich auch, dass euch dieser Beitrag etwas andere Beitrag über einen mal ganz anderen Urlaub gefallen hat.

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