Kopenhagen – Die Stadt hat mich beeindruckt!

Als ich den Reiseführer zu Kopenhagen kaufte und hinein gesehen habe, dachte ich nicht wirklich, dass diese Stadt mich wirklich gefangen nehmen könnte. Bislang steht Rom ungeschlagen auf Platz 1 meiner Lieblingsstädte in Europa, gefolgt von Istanbul. Aber (!!!) Kopenhagen spielt ganz oben in der ersten Liga meiner Lieblingsort mit (ab sofort). Schon am ersten Abend stand für mich fest; „Ich komme wieder!“. In diesem Blogbeitrag möchte ich euch mitnehmen in die Stadt, die mich wirklich überrascht hat. 

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(Der Blick von unserer Fähre zurück auf Helsingborg, Schweden.)

Vorne weg mein Lesetipp: (neben Shakespeares Hamlet – was auch eine tolle Lektüre in Dänemark ist) der Reiseführer von Merian Momente (etwa 15 Euro) zu Kopenhagen, verfasst von Thomas Borchert (Amazon verlinke ich auf dem Reiseführer). Ganz entgegen meiner sonstigen Vorliebe zu den Reiseführern von Dumont, griff ich diesmal zu einer komplett anderen Reihe. Leider war Dumont (was Kopenhagen angeht) diesmal nicht überzeugend, weshalb ich mich für Merian entschied. Und selten habe ich einen so unterhaltsam geschriebenen und trotzdem sehr informativen Reiseführer in der Hand. Also ein absoluter Tipp!

Auf dem Hinweg nach Kopenhagen habe ich leider die skandinavische Sonne etwas unterschätzt und mir an einem Strand kurz vor der Stadt meine komplette Rückseite (Rücken und Beine) etwas verbrannt. Deshalb waren die folgenden Tage geprägt von Schmerzen beim Gehen und Sitzen, aber auch das konnte den großartigen Eindruck Kopenhagens nicht trüben. (An alle Reisenden, auch wenn es durch den Wind recht kühl ist, CREMT EUCH EIN! Ich habe mein Nickerchen in der Sonne absolut bereut.)

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(In unserem Hotel nahe Tivoli über den Dächern der Stadt, mit starkem Sonnenbrand an den Oberschenkeln.)

Mein erster Eindruck von der Stadt selbst war gleich in der beginnenden Dämmerung. Das Wasser glitzerte im Hafen und den vielen Kanälen und tauchte alles in ein herrliches Licht. Wir starteten nach dem Abendessen mit einem kleinen Fußmarsch in Richtung Christianshavn. Unser freundlicher Rezeptionist hatte uns mit Karte und einer Menge Tipps ausgestattet und genau mit dieser Karte starteten wir unsere Tour. Nach einem Tipp von einem Bekannten wollten wir uns Christiania ansehen, einem kleinen Teil von Kopenhagen, der autonom mitten in Christianshavn existiert. Dort fühlt man sich wie im Film. Noch nie habe ich einen solchen Ort gesehen, ich war sehr fasziniert. Christiania ist einfach anders, bunt, egal wo man hinsieht und sehr kreativ gestaltet. Der Ort gilt als die heimliche Touristenattraktion Kopenhagens, womit die Kleine Meerjungsfrau ausgestochen wäre. Bekannt ist der Ort vorallem für seinen Green Light District, in dem fotografieren verboten ist (und was jeder Besucher auch strikt einhalten sollte).

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Der zweite Tag startete sehr früh, gestärkt nach Frühstück und Kaffee trafen wir unseren Stadtführer vor dem Rathaus, der uns etwa zwei Stunden durch Kopenhagen führte. „Kopenhagen ist eine Stadt, die aus Säufern und Scheiße erbaut ist“, sagte er uns und verwies damit auf die heute tiefer liegenden Eingängen mancher Häuser, diese waren früher ebenerdig und liegen heute tiefer, weil sämtliche Überreste sich auf den Straßen festgetreten hatten und so nach und nach die Eingänge tiefer legten. Neben den beiden schönen Schlössern Christiansborg und Amalienborg sahen wir auch den Teil Nyhavn, wo unsere gemeinsame Tour endete.

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(Der sogenannte Schwarze Diamant direkt am Hafen, in ihm befindet sich ein Teil der Königlichen Bibliothek.)

Allerdings war unser Kulturprogramm noch nicht am Ende, wir stiegen gleich weiter in ein Boot um und starteten zu einer Hafenrundfahrt. Eine solche Fahrt kann ich jedem Besucher Kopenhagens nur empfehlen, ich persönlich habe diese Fahrt mehr genossen als die Stadtführung. Ich mag Boote und die Perspektive aus dem Wasser lohnt sich bei einer so schönen Stadt wie Kopenhagen gleich dreimal. Mit dem Boot konnten wir auch an einer weitere Sehenswürdigkeit Kopenhagens sehr nahe heranfahren: an die Kleine Meerjungfrau. Diese Figur basiert auf einem Märchen von Hans Christian Andersen, der auch in Kopenhagen am Nyhavn lebte und viele seiner Märchen auch dort aufschrieb. Heute ist die Kleine Meerjungfrau besonders bei Asiaten beliebt (die Figur befand sich auf der Weltausstellung in Shanghai). Zu Fuß ist der Weg zu ihr leider sehr weit, mit dem Boot allerdings sher angenehm zu bewältigen.

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(Und da ist sie, versteckt zwischen den vielen Touristen die den weiten Weg auf sich genommen haben um ein Bild von ihr zu machen; Die Kleine Meerjungfrau!)

Nach einem kleinen Picknick im Park beschlossen wir unseren geschundenen Füßen etwas ruhe zu gönnen und erst gegen Abend wieder durchzustarten. Unser Plan fürs Abendessen: ein Streetfood-Markt in Christianshavn (wieder eine Empfehlung unseres freundlichen Rezeptionisten). Dort war die Auswahl an tollem Essen gigantisch, egal wo man hinsah, die Entscheidung wurde einem sehr schwer gemacht. Gegessen haben wir danach in Liegestühlen, die vor dem Gebäude des Marktes aufgestellt waren. Von dort aus hatten wir freie Sicht auf den Hafen und die Boote. (Der Streetfood-Markt ist auf der anderen Seite des Kanals gegenüber von Nyhavn. Dort entsteht zur Zeit eine Brücke, die beide Seiten verbindet und für Fußgänger und Radfahrer eine schnelle Überquerung des Kanals ermöglicht.)

Leider ist Essen wie auch abends Ausgehen in Kopenhagen sehr teuer, was gerade dem schmalen Studentenbuget schlecht bzw. gar nicht entgegen kommt. Allerdings ist Kopenhagen ohne Auto oder Bahnticket wundebar zugänglich, vorallem mit dem Rad. Momentan zieren viele Baustellen die Innenstadt, die auch die Kopenhagener selbst stören. Hier sollen weitere Ubahnstationen entstehen, damit die Stadt noch besser zugänglich wird. (Etwa vor dem Rathaus oder auch direkt am Nyhavn.) Ein großes Plus sind die top Englischkenntnisse der Bewohner. Ich hatte noch nie so wenig bzw. gar keine Verständigungsprobleme wie in Helsingborg und Kopenhagen.

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Damit wäre ich am Ende meines jetzt wohl längsten Posts angekommen und noch mehr Worte des Lobes für diese Stadt fallen mir kaum mehr ein. Ich rate wirklich jedem zu einem Besuch dort, denn diese Stadt hat einfach das gewisse Etwas und damit hat sie mich um den Finger gewickelt. Ich hoffe, dieser Beitrag hat dem einen oder anderen gefallen und hiermit sende ich Liebste Grüße aus dem heute grauen Stuttgart♥

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