Die Landkarte der Zeit – Félix J. Palma

Bei manchen Büchern hat man als Leser das Gefühl, eigentlich bis zur letzten Seite nichts so richtig zu verstehen. „Die Landkarte der Zeit“ war genau so ein Buch. Ausgesucht habe ich das Buch weder nach dem Titel noch nach dem Klappentext, sondern weil ich gerne Spiegel-Bestseller lese. Meistens überraschen mich diese Bücher (positiv), obwohl ich sie unscheinbar oder nicht besonders viel versprechend finde. (Und bisher wurde ich auch noch nie enttäuscht, sondern habe stattdessen einige Bücher kennen gelernt, die ich sonst  nie gekauft hätte.)

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Das Buch kostet als Taschenbuch etwa 10 Euro, ist zur Zeit eigentlich in so gut wie jedem Buchhandel erhältlich und wurde von Félix J. Palma geschrieben. Erzählt wird eine Geschichte in drei Handlungsabschnitten, in denen der Leser mit Andrew, Claire und dem Autor H.G. Wells Bekanntschaft macht und diesen folgt. Andrew versucht in die Vergangenheit zu reisen um seine Geliebte Marie vor dem Mörder Jack The Ripper zu retten und bittet Wells gemeinsam mit seinem Cousin um Hilfe. Claire dagegen langweilt sich in ihrer Gegenwart und reist gemeinsam mit ihrer Freundin mithilfe des Unternehmens „Zeitreisen Murray“ in die Zukunft und die für die Menschheit alles entscheidende Schlacht zu sehen und verliebt sich in den Hauptmann der Streitigkeiten.  Immer wieder ist der Autor Wells in die einzelnen Handlungsabschnitte eingebettet, der den Erfolgsroman „Die Zeitmaschine“ im Jahre 1895 schrieb. (Ein ebenfalls sehr lesenswertes Buch!)

Also, zusamenfassend, ich versuche wirklich so wenig wie möglich zu verraten, bin ich immer noch nicht so ganz schlau geworden aus dem Buch. Ist letztendlich jemand durch die Zeit gereist oder nicht? Ich weiß es wirklich nicht. Aber gut war das Buch, unterhaltsam und spannend. Die Charaktere fand ich gut, zum Teil sehr einfallsreich und dass manche sterben (müssen) war sehr schade. (Ich trauere immer über verlorene Charaktere, vor allem wenn ich sie irgendwie mochte.) Da ich auch Teil 2 der Buchreihe besitze, lasse ich mich die nächsten Tage mal von diesem Band überraschen und bin gespannt, ob mich dieser genau so sehr verwirrt wie der erste Teil.

Sprachlich fand ich das Buch sehr flüssig und einfach zu lesen. Damit ist es für mich die perfekte Zuglektüre, die einen auf längeren Fahrten unterhält. Manchmal kommen schon bekannte Formulierungen von unterschiedlichen Charakteren wieder, was mir nicht so gut gefiel. Damit verlieren die Charaktere an Tiefe, da sie alle „die gleichen Sätze, Wörter und Formulierungen verwenden“. (Mir ist klar, dass die Geschichte auch von einem Autor geschrieben wurde, aber das hätte man evtl. bei der Übersetzung besser bearbeiten können.)

Also abwarten, auch zu Teil 2 wird es etwas zu lesen geben. (Es ist wirklich schwierig, über ein Buch zu schreiben und nicht den kompletten Inhalt preiszugeben. Ich will ja keineswegs alles oder einiges verraten, sondern lediglich einen Einblick und Anreiz geben. Ich überlege bei Buchrezensionen immer sehr genau, was ich schreiben kann, ohne alles zu verraten. Ich hoffe, das auch einigermaßen zu schaffen;)

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