Tausend strahlende Sonnen – Khaled Hosseini

Weil die Tage ja jetzt wieder kürzer werden, offiziell der Sommer schon zu Ende ist und es auch etwas kühler werden wird, habe ich mal wieder ein gutes Buch für kuschelige Stunden unter die Lieblingsdecke in der gemütlichen Wohnung für euch. Wieder einmal habe ich in der Bücherhandlung einem schon bekannten Autor nachgegeben und ein weiteres Buch seiner Werke erstanden. Die Rede ist von Khaled Hosseini.

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Vor etwa einem Jahr habe ich „Traumsammler“ gelesen und nun gehört auch „Tausend strahlende Sonnen“ zu den bereits gelesenen Büchern. Schon vorab, es ist mein bisheriges Lieblingsbuch seiner Werke und eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Ich rate jedem, eines oder mehrere seiner Bücher zu lesen, vor allem in Zeiten des Flüchtlingszustroms. Die Schilderungen von Alltag und Lebensumständen, etwa bei „Tausend strahlende Sonnen“ die beiden Frauen Mariam und Laila, schärfen das Verständnis und sensibilieren für die Traditionen und Fluchtgründe unserer Gäste.

Mich hat „Tausend strahlende Sonnen“ sehr berührt, vielleicht auch wegen der beiden Figuren Mariam und Laila. Gemeinsam haben sie nicht vieles außer dem Ehemann und ein schweres Schicksal. Dass gerade in Kriegszeiten das normale Leben inmitten von Tod und Bombadierungen leidet und die Angst um das eigene Leben und das der Liebsten ein ständiger Begleiter wird, schildert Hosseini in diesem Buch.

Der Leser lernt zuerst Mariam und ihr Leben abgeschieden von der Stadtbevölkerung kennen. Sie wächst bei ihrer Mutter in einer Hütte im Wald auf, wird einmal die Woche von ihrem Vater besucht, der in der Stadt eine Familie hat und ein Geschäftsmann ist. Mariam als uneheliches Kind ist eine Schande für ihn und wird deshalb versteckt gehalten. Mit 15 wird sie mit dem älteren Rashid verheiratet und zieht mit ihm nach Kabul. Die Ehe verläuft lieblos und kinderlos und Rashid nimmt sich Jahre später eine Zweitfrau, Laila. Auch sie kommt nicht ganz freiwillig in Rashids Haushalt, denn nach einer behüteten Kindheit in ihrem sehr westlich orientierten Elternhaus verliert sie ihre Eltern und willigt schließlich in eine Heirat mit Rashid ein. Mariam sieht in der neuen Frau zunächst eine Bedrohung, denn Laila wird schwanger. Doch die langsam entstehende Freundschaft zwischen beiden geht tief und ist voller Aufopferung für die jeweils andere.

Das Buch ist sehr interessant geschrieben und voller Details. Da viele auch sehr traurige Ergeignisse geschildert werden, habe ich es nicht (wie so oft) in der Bahn gelesen, denn ich hatte beim Lesen oftmals Tränen in den Augen. Ich war zutiefst berührt und fasziniert von der Welt, die sich mir offenbart. Ich denke, gerade die Frauen-Thematik macht das Buch für mich besonders bewegend und fesselnd, denn man lernt seine eigene Situation und unsere europäische Welt sehr zu schätzen. Besonders gefallen hat mir das Einbringen vieler Eigennamen, etwa Gegenständen oder Gerichten, in der Landessprache Afghanistans.

Ich würde das Buch generell jedem Interessierten empfehlen, allerdings ist es keine ganz leichte Kost aufgrund seiner Thematik. Sprachlich finde ich es sehr gelungen und abwechslungsreich. Es hat keine „Durststrecken“, durch welche man sich etwas quält, sondern die Aufmerkamskeit bleibt konstant aufrecht. Das Buch erschein im Jahr 2007, ist also schon recht lange auf dem Buchmarkt, und mir erst jetzt wegen des schönen Covers aufgefallen. Auf jeden Fall bekommt es einen Sonderplatz in meinem Bücherregal, gemeinsam mit meinen anderen Lieblingsbüchern wie „Der Wolkenatlas“ und „Die unwahrscheinliche Pilderreise des Harrold Fry“.

Meine neue Zoeva-Liebe und Lidschatten-Paletten

Nach den Paletten von Urban Decay durfte vor einigen Wochen als kleine Belohnung für die lange Arbeit an mehreren Hausarbeiten eine Palette aus dem Zoeva Sortiment gegönnt. Von Zoeva hört und liest man im Internet vieles und die Meinungen sind weitestgehend positiv. Deswegen und aufgrund meiner Affinität zu Lidschatten habe ich die Rose Golden Palette gekauft und ausgiebig getestet. (Schließlich muss zwischen den vielen Buchrezensionen auch mal wieder ein bisschen Kosmetik sein.) 

Schon verwöhnt von der tollen Qualität der Urban Decay Produkte bin ich anfangs etwas kritischer gegenüber neuen Produkten für die Augen, vor allem auch wegen meinen Kontaktlinsen, die ich häufih trage und weswegen es wichtig ist, Produkte zu finden, die die Augen keinesfalls reizen. Nicht mit allen Produkten und HErstellern komme ich gleich oder ähnlich gut zurecht, weshalb Neues immer auch ein Experiment ist. Diesmal steht die Rose Golden Palette von Zoeva auf meinem ganz persönlichen Prüfstand. Zuerst zu den Fakten der Palette: Über Douglas kostet sie etwa 22 Euro und als Inhalt kommt sie mit zehn verschiedenen Farben, passend zum Namen Rose Golden. Obwohl ich schon die Naked 3 besitze und diese auch viele rose-farbenen Töne enthält, konnte ich dennoch nicht wiederstehen.

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Die zehn Farben der Palette sind sieben schimmrig bis glänzende Töne und drei sind matt. Ein großer Unterschied zu den Naked-Paletten ist der fehlende Pinsel, den zumindest die großen Paletten von Urban Decay mit in der Box integriert haben. Ebenso misse ich einen Spiegel, sodass ich die Palette mitnehmen und unterwegs evtl. nachlegen kann. Der Verschluss hält über einen Magneten. Dafür sind die Paletten mit wunderschönen teils orientalischen Mustern veriert, die jeweils an den Namen der Palette angepasst sind. Allerdings sind für den Preis und die Leistung der einzelnen Lidschatten diese Punkte zu vernachlässigen. Schließlich bekommt man eine Palette für die Hälfte des Preises von Urban Decay.

Die Textur der Lidschatten sind weich und sie lassen sich ohne große Mühe ineinander verblenden und gut schichten sowie aufbauen. Sie geben gut Farbe ab, weswegen man als Anfänger aufpassen muss, nicht zu viel Farbe zu nehmen. (Zu einem Nass-Auftrag der Farben kann ich noch keine Erfahrungsberichte einfließen lassen, denn das habe ich mit dieser Palette noch nie gemacht.) Insgesamt gibt es viele unterschiedliche Paletten von Zoeva mit zehn Farben, von samtigen Brauntönen bis hin zu leuchtenden Lila- und Blautönen. Ausderdem bietet Zoeva auch größere Lidschattenpaletten mit fünfzehn Farben für 35 Euro an.

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Ich habe mir ganz bewusst wieder eine Palette mit Rose-Tönen gekauft, denn diese finde ich besonders alltagstauglich. (Ich habe grün-graue Augen, dazu passen gerade Gold- und Rosetöne auch ausgesprochen gut.) Und die nächste Palette ist auch bereits ausgesucht, was für die tolle Qualität der Farben spricht. Ich kann diese Palette bzw. Produkte von Zoeva wirklich nur empfehlen, denn sie halten wunderbar und müssen sich keineswegs hinter anderen Paletten und Herstellern verstecken. Besonders mein großes Anliegen, keine groben oder pröckelnden Glitzerpartikel in den Farben zu finden, wurde voll und ganz erfüllt. Letztendlich greife ich im Alltag oder ofters zu dieser Palette, als zu einem anderen Produkt für die Augenlider. Ich trage sie immer mit einer Base darunter und/oder einem Cremelidschatten als Grundierung.

Wer also auf der Suche nach einer guten Lidschatten-Palette ist,  die zu vielen verschiedenen Anlässen tragbar und verwendbar ist, sollte auf jeden Fall einmal einen Blick auf die Produkte von Zoeva werfen. (Die machen sich auch prima als Geschenk!) Am besten einfach über den Douglas-Online Shop suchen, denn da finden sich neben Lidschatten auch Rouge und vieles mehr. 

„The Crown“ – Teil 5 der Selection-Reihe

Nach fünf Büchern (und zwei Novellen-Bänden) schließt nun eine weitere Reihe meiner Lieblinsgbuchserien ab. Die Rede ist von „Selection“ und dem fünften Band der Reihe „The Crown“ oder „Die Krone“. (Wie manche aus meinen bisherigen Einträgen zu der Reihe wissen, lese ich sie auf Englisch, weshalb ich hier den englischen sowie den deutschen Titel angebe.)

„A Selection can only have one winner. A princess only has one heart.“ (Quelle: Klappentext der Rückseite)

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Über Amazon (Ich weiß, der Tod des Einzelhandels) kostet das Buch von Kiera Cass im Taschenbuchformat etwa 9 Euro und ist ganz leicht auch im englischen Original zu haben. Titelbild und Aufmachung unterscheiden sich in den verschiedenen Sprachen nicht, weshalb auch den Lesern der deutschen Ausgabe das schöne Cover nicht vorenthalten bleibt. Da „The Heir“ ja recht drastisch endet, beginnt „The Crown“ mitten im Geschehen ohne lange Einführungen zurück zur Handlung zu bieten (was ich eigentlich auch ganz gut finde). Es wird (vermutlich, so das Internet) kein weiteres Buch der Reihe geben, denn das Buch schließt mit einer entgültigen Entscheidung Eadlyns ab.

„When Eadlyn became the first princess of Illéa to hold her own Selection, she didn´t think she would fall in love with any of her thirty-five suitors. But as events at the palace force her even firther into the spotlight, Eadlyn realizes that she might not be content remaining love.“ (Quelle: Klappentext der Rückseite)

Eadlyn, die Hauptperson und Kronprinzessin, erschien mir im vierten Band etwas kühl und recht arrogant, was sich aber im Laufe der knapp 300 Seiten des fünften Bandes absolut geändert hat. Sie bekommt mehr Schichten und wird mit immer mehr schwierigen Situationen konfrontiert. Sie beweist sich und trifft schwerwiegende Entscheidungen, die sie allerdings menschlicher und näher am Leser erscheinen lassen. Vielleicht liegt das an der englischen Ausgabe, denn den vierten Band hatte ich ja auf deutsch gelesen. Wie auch die anderen Bände der Selection-Reihe ist auch „The Crown“ aus Eadlyns Sicht geschrieben und gibt vor allem ihre Gefühlswelt wieder.

Ich persönlich war sehr überrascht über den Ausgang des Buches und hätte nicht in diese Richtung spekuliert. (Es ist wirklich schwer, nicht alles Wichtige zu verraten und trotzdem einen guten oder zumindest interessanten Beitrag zu schreiben.) Vor allem die letzten 50 Seiten bringen Wendungen und eine Menge neuer Enthüllungen, ich habe sie wirklich verschlungen und mir nach ihnen von ganzem Herzen eine Fortsetzung gewünscht. Sprachlich ist „The Crown“ ein Jugendbuch und lässt sich flüssig lesen. Für mich wieder ein Buch, dass sich perfekt als Zug-Lektüre eignet und ich auch als solche empfehlen kann. Alle Leser der anderen vier Bände werden auch hier auf ihre Kosten kommen und werden sich sicherlich auch über das Ende wundern.

Vielleicht noch ein paar Zeilen aus dem Buch, die mich zum Lachen gebracht haben und die ich allen America-Liebhabern nicht vorenthalten möchte: „Henri`s very sweet,“ Mom commented. „Not the direction I was expecting you to go in, but he`ll certainly make you smile.“ „Pfft.“ Dad turned to her. „What do you know aboutpicking husbands? Last time you tried that, you got stuck with me.“

Vielleicht ein kleiner Lichtblick für alle Kiera Cass-Fans in der Welt: ihre neue Buchreihe heißt „Siren“ (erscheint laut Amazon in deutscher Sprache im Oktober) und klingt zumindest auf dem Klappentext ebenfalls ganz vielversprechend. Zumindest ist es einen Blick ins Buchinnere sicherlich wert;)

Bob und wie er die Welt sieht – James Bowen

Passend zum im Herbst in die Kinos kommenden Film „Bob, der Streuner“habe ich den zweiten Teil der wundervollen Geschichte gelesen und möchte hier darüber berichten. 

Ich liebe Katzen. Kein Wunder also das mich die Geschichte so berührt und gefesselt hat. lustigerweise habe ich mich irgendwann in den vergangenen Tage daran erinnert, dass ich schor ich das erste Buch über die Straßenkatze und den Musiker gelesen habe, ein Interview mit beiden im Fernsehen gesehen. Das erste Buch war eine Mischung aus Faszination für diese Mensch-Tier-Bindung auf der einen Seite und das Mitleid über die Situation der Obdachlosen und der Drogenabhängigen (hier in London, ich glaube aber, dass sich das Beschriebene ganz gut auf viele andere Städte übertragen lässt).

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Das Buch kostet als Taschenbuch 9 Euro und ist seit etwa zwei Jahren zu haben. (Es ist ratsam, Band 1 vor Band 2 zu lesen. Manchmal ist die Reihenfolge ja nicht ganz so wichtig, aber hier lernt der Leser in Band 1 eine Menge über James` Vergangenheit und die Bindung zwischen ihm und Bob.)

Buch 2 steigt da viel positiver ein; James und Bob haben eine Bleibe, James hat seinen Entzug beinahe hinter sich und sie sind nach wie vor ein schrilles und auffälliges Paar auf Londons Straßen und verkaufen das Magazin „The Big Issue“. Ihr Leben hat sich zwar verbessert, da James die Entzugsmittel reduzieren kann und James verbessert nach und nach de Beziehung zu seinen Eltern. Aber es gibt immer noch ein großes Ziel: James möchte von der Straße weg und für sich und den Kater eine schönere Zukunft schaffen, eine mit einem besseren Einkommen und ohne Geldsorgen. Letztendlich durchleben beide noch schlimme Wochen, in denen James krank ins Krankenhaus muss und Bob bei einer Freundin untergebracht wird. Schön erzählt wird auch die Entwicklung des Buches, für welches James sich nach anfänglicher Skepsis mit einem Autor trifft und eigentlich nicht so recht an den Erfolg des „kleinen Projektes“ glaubt.

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Erzählt wird in einzelnen kleinen Episoden, die meist eine Anekdote aus dem Leben der beiden wiedergeben. Viele lassen dem Leser das Herz aufgehen, andere sind traurig, denn sie zeigen die dunkeln Seiten der Gesellschaft auf. Sie erzählen von dem Verlust von Kameradschaft und Zusammenhalt und teils von Ungerechtigkeit.

Ich war beim Lesen (im Zug) oft den Tränen nahe, denn wahre Geschichten und „echte Charaktere“ bewegen mich immer sehr. (Was wohl meine Mitfahrer gedacht haben müssen!) Sprachlich ist das Buch bestimmt keine hohe Literatur, aber es weckt unglaublich viele Gefühle in einem, was das Buch zu einem Erlebnis macht. (Ich persönlich mag wahre Geschichten, weil das Leben die schönsten Geschichten schreibt.) Ich kann das Buch absolut empfehlen, als Urlaubslektüre oder wie für mich für lange und häufige Zugfahrten.

Und wem das Buch gefallen hat, der kann sich so wie ich auf den Kinofilm freuen, der im Januar 2017 in die deutschen Kinos kommen wird. Bob wird sich natürlich selbst darstellen, darauf freue ich  mich am meisten;) 

Das Bastei-Gebirge und Dresden (wieder einmal)!

Ich hatte das Vergnügen, wieder einmal nach Dresden reisen zu dürfen und auf dem Weg dorthin habe ich noch einen kleinen Abstecher ins Basteigebiet im Elbsandsteingebirge gemacht. 

Dresden, eine Stadt mit vielen großartigen Gebäuden und dem schönen barocken Stadtkern um die Semperoper, ist meiner Meinung nach immer wieder einen Besuch wert. Vor allem bei gutem Wetter läd der Innenhof des Zwingers mit seinen Museen (etwa der Alten-Meister-Galerie) zum Verweilen im Sonnenschein ein. Das Nymphenbad bietet unter herrlichen Figuren und Wasserspielen Erfrischung für den Sight-Seeing-Touri und einen Fluchtort vor uz viel Sonne auf der vielleicht schon verbrannten Haut. Zu Fuß ist in Dresden der Großteil der Sehenswürdigkeiten in recht kurzer Zeit und geringer Distanz zu erreichen. Bewaffnet mit einem Reiseführer schlägt man sich auch ohne Stadtführung sehr gut.

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