Ein ganzes halbes Jahr – Jojo Moyes

Jetzt ist der Film passend zu meinem heutigen Beitrag auch schon wieder abgelaufen und ich habe es nicht geschafft, den Beitrag zu veröffentlichen. Deshalb kommt er jetzt, besser spät als nie, noch online. Schließlich ist es doch recht kühl und frisch mittlerweile und vielleicht ist eine Leseratte noch auf der Suche nach einer geeigneten Lektüre. Deshalb kommt folgend meine Einschätzung zum Buch. Und eins noch vor ab: ich bin sehr skeptisch gegenüber so unglaublich gehypten Filmen, die auf Büchern basieren.

„Lou und Will. Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.“ (Quelle: Klappentext der Taschenbuchausgabe)

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Als Taschenbuch hat mich das Buch etwa 10 Euro gekostet. Ich habe die Ausgabe mit dem Filmcover gekauft, auf dem Bild trägt Lou das wundervolle rote Kleid von dem Konzertbesuch (ein wirklich wunderschönes Kleid!). In meinem Buch sind auch Bilder der Verfilmung enthalten, was eigentlich für mich nicht zwingend nötig gewesen wäre. Eigentlich bin ich kein Fan von Büchern mit dem Filmcover, aber die „normale“ Ausgabe war in meiner Buchhandlung nach Erscheinen des Films im Kino nicht mehr erhältlich und ich hätte es bestellen müssen. Es lässt sich flüssig lesen und bedient sich keiner besonders schweren oder anspruchsvollen Sprache, was es zur geeigneten Lektüre für Kaffeepause, Zug- oder Busfahrt macht.

Besonders die Thematik des Buches schärft einem nachhaltig den Blick für Menschen im Rollstuhl oder anderen Einschränkungen und deren Lebenssituation. Gerade in größeren Städten wie bei mir hier in Stuttgart begegnet man beim Einkaufen, auf dem Weg zur Uni, am Bahnhof oder in den U-Bahnen immer wieder Menschen, die Hilfe brauchen und diese nicht immer bekommen. Im Buch begegnet Lou genau so einem Menschen. Will ist bedingt durch einen Unfall im Rollstuhl und ist auf Betreuung angewiesen. Da Lou ihren Job verloren hat, akzeptiert sie das lukrative Angebot und lässt sich mit anfänglichen Vorurteilen auf die neue Situation ein. Nach einigen Wochen setzt sie sich ein Ziel: sie möchte Wills Leben verändern und organisiert Ausflüge und andere Unternehmungen.

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Wie ich schon anfangs geschrieben habe, bin ich bei den meisten verfilmten Büchern zu Beginn etwas skeptisch. Vor allem bei solch gehypten Büchern. Es gab, außer mir, zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis keine Frau, die nicht für dieses Buch geschwärmt hat. Und ich wurde bekehrt. Nicht zwingend wegen den großartig gestalteten Figuren oder Lous Wortgewandtheit, sondern wegen der Thematik. Uns Otto-Normal-Menschen fehlt im Alltag das Feingefühl für gewisse Situationen, etwa Beeinträchtigten oder auch Flüchtlingen (darauf bin ich ja schon in meinem Beitrag zu Khaled Hosseini eingegangen). Da ist es gut, dass es Bücher und auch Filme gibt, die für solche Situationen sensibilisieren und verdeutlichen, wie schwer ein Leben sein kann und wie sehr Menschen unter Unfällen und daraus resultierenden Lebensumständen leiden können.

Ich hoffe, mit diesem Beitrag hilfreich weiterhelfen zu können und vielleicht jemanden zu einem guten Buchkauf bewegt zu haben. Ich halte das Buch übrigens auch für ein gutes Weihnachtsgeschenk, darüber muss man sich ja auch langsam wieder Gedanken machen:) Liebste Grüße aus Stuttgart!

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