Mit Khaled Hosseini an den Gardasee und wieder zurück!

Khaled Hosseini – „Traumsammler“ – Was für ein Buch! (Ein bisschen zu Kahled Hosseini zu Beginn, bevor ich näher auf das Buch eingehe. Weitere Romane von ihm sind „Dracheläufer“ und „Tausend strahlende Sonnen“, beides ebenfalls Bestseller. Hosseini wurde in Kabul geboren, seine Familie war nach Einmarsch der Sowjets in Afghanistan gezwungen nach Amerika ins Exil zugehen. Dort studierte er Medizin. Heute ist er bekannt als Sonderbotschafter Amerikas und Gründer einer Stiftung zur humanitären Hilfe der Bewohner Afghanistans.)

„Das Leben in Shadbagh ging weiter. Abdullah drehte die Feder hin und her. Wehe, du weinst, hatte sein Vater gesagt. Ja keine Tränen. Das dulde ich nicht. Er hatte nicht geweint. Niemand im Dorf fragte nach Pari. Niemand erwähnte auch nur ihren Namen. Es verblüffte Abdullah, wie spurlos sie aus ihrem Leben verschwunden war.“ (S. 60, „Traumsammler“)

Zuerst einmal die Fakten zum Buch: Das Buch hat 441 Seiten Text, kostet als Taschenbuch etwa 10 Euro und erschein beim Fischer-Verlag. (Meine Ausgabe stammt aus dem Jahr 2014.)

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Mein absoluter Tipp für dieses graue Wetter: „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“

Nach langer Abstinenz bedingt durch meine Hausarbeitenphase habe ich nun endlich wieder Zeit und auch Muse, wieder mehr für meinen Blog zu schreiben. (Meine Finger taten die letzen Wochen vom vielen Tippen wirklich teilweise weh und vor lauter Forschungsliteratur war mir nicht mehr nach viel Anderem außer Schlafen und Essen.) So viel zu meinem Alltag die letzen Wochen, aber jetzt habe ich erst einmal wieder etwas Freizeit und vorallem habe ich mein Leben wieder! *Sehrglücklich*

Und zur Feier des Tages wollte ich hier eines der Bücher vorstellen, die ich noch zu Ende lesen konnte, bevor ich mich nur noch mit schnöder, öder und langweiliger Literatur zubeschäftigen. Es handelt sich um „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce. (Ich kaufe oft Bücher von der Bestsellerliste, auch wenn mich der Titel nur wenig anspricht. So war es auch in diesem Fall.) Vorne weg: Rachel Joyce hat noch ein weiteres Buch geschrieben, aufbauend auf dieser Geschichte, allerdings aus einer komplett anderen Perspektive.

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Zum Buch: Ich habe die Hardcover-Ausgabe gekauft, das Taschenbuch ist aber für ca zehn Euro zu haben. Im Hardcover hat das Buch 378 Seiten, die voller Gefühl stecken.

Zur Geschichte: Erzählt wird aus Harold Frys Leben, seinen Familienumständen und seiner Arbeit, die er gewissenhaft und zufrieden erledigt. Bis zu dem Tag an dem er einen Brief von seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie erhält. Sie ist im Norden Englands in einem Hospiz und wartet auf ihren Tod, zuvor wollte sie sich verabschieden. Danach schreibt Harold eine Antwort und will sie zum Briefkasten tragen. Aber stattdessen läuft er einfach los und läuft komplett durch ganz England um Queenie am Leben zu halten. Auf seiner Reise trifft er unterschiedlichste Leute, die von seiner Geschichte und seiner Idee begeistert sind und sich von seiner Sicht der Dinge inspirieren lassen. Harolds Frau Maureen leidet zuerst sehr unter der Reise, die ihr Mann plötzlich und ohne Vorwarnung zu einer anderen Frau antritt. Sie versteht nicht, wieso er so handelt. Vieles ist in der Ehe der beiden schief gelaufen und nun deken beide über ihr Leben und ihre Fehler nach. Nachdem Harolds bei Queenie angekommen ist und sie gesehen hat, spricht er mit Maureen. Sie verstehen einander nun mehr und kommen sich wieder näher.

Bevor ich zu meiner Meinung zum Buch komme, noch ein schöner Satz aus dem Buch:

„Er (Harold) maß die Entfernung nicht mehr in Kilometern, sondern in Erinnerungen.“ – Rachel Joyce, Die unwahrscheinliche Pligerreise des Harold Fry

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Ich muss gestehen, so schrecklich umgegangen bin ich noch nie mit einem Buch. Mittlerweile ist es voller Eselsohren, markierter Stellen und Tränenflecken, weil ich mitten im Zug angefangen habe, zu weinen. Die Einsichten Harolds über das Leben und die Fähigkeit, andere Menschen zu begeistern, hat mich komplett mitgerissen. Dieses Buch war eine totale Überraschung, wirklich! (Ich habe bisher auch vielen meiner Freunde und auch meiner halben Familie dieses Buch aufgedrängt, einfach nur, weil das Buch es verdient hat, gelesen zu werden.) Also, kauft es euch, es lohnt sich. Bislang war niemand enttäuscht von meiner Empfehlung!

„Bob, der Streuner“ – So herrlich süß!!!

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James Bowen – Bob, der Streuner

Wer nicht glaubt, dass Tiere Leben ändern können, der hat entweder keins besessen oder hat zu wenig gelesen. Das Buch um den Straßenmusiker James, dem eines Tages ein Kater zuläuft, ist wirklich herzzerreißend! Als ich im Hugendubel kurz reingelesen habe, hatte ich wirklich Tränen in den Augen und musste sie wegblinzeln, damit die anderen Leute mich nicht für komplett bescheuert halten. Freundschaften zwischen Tieren und Menschen sind etwas ganz Besonderes, Hunde sind treu, Pferde trösten die Seele und Katzen spüren deine Sorgen (meine zumindest, die ist sonst nie zutraulich, außer es geht mir schlecht, dann liegt sie neben mir im Bett und schnurrt, ganz laut). Das lernt auch James, denn der Kater lässt sich nicht vertreiben, sondern bleibt um jeden Preis. Die Geschichte ist nicht nur super süß, sondern auch noch wahr! Sogar zu Galileo – Big Pictures hat es das ungewöhnliche Duo geschafft, zu Recht finde ich! Bob ziert mittlerweile nicht nur ein Buchcover, sondern schon zwei, im zweiten Buch von James Bowen „Bob und wie er die Welt sieht“, lernt der Leser beide noch besser kennen.

Kauft es, leiht es, lest es! Es lohnt sich, ich versprechs 🙂

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Quelle Bild: https://www.facebook.com/pages/Bob-der-Streuner/116817895191243

Göttin in Gummistiefeln! oder: Stadt trifft Land

Ich bin ja bekennendes kleines Landmädchen und kann das definitiv nicht leugnen, aber dafür bin ich auch etwas unempfindlicher, was strengere Gerüche oder Spinnen angeht, was nicht zwingend ein Nachteil ist. Vielleicht habe ich gerade deswegen bei Sophie Kinsellas „Göttin in Gummistiefeln“ soooo herzhaft gelacht!

Sophie Kinsella ist ohnehin eine meiner Lieblingsautoren, wenn mein Studium mir mal etwas Zeit zum Lesen lässt und ich mich nicht mit Goethe, Schiller und Co befassen darf. Wer gerne lacht beim Lesen, dabei grinsen möchte oder einfach nur unglaublichen Spa? haben will, sollte sich direkt ein Buch von Sophie Kinsella zur Hand nehmen, die Auswahl ist übrigens ziemlich groß;) Sehr bekannt ist vorallem „Die Schnäppchenjägerin“ oder auch „Shopaholic“ (ich liebe, liebe, liebe diesen Film!!!).

Kurz zusammen gefasst: Die erfolgreiche Anwältin Samatha gibt alles für ihren Job, bis sie eines Tages für die Kanzlei einen millionenschweren Fehler macht, anstatt ihrem „Versagen“ ins Auge zu blicken, flieht sie und landet mitten auf dem Land. Weil sie nicht weiß, wohin mit sich, klingelt sie bei einem Haus und schneller als sie sich vorstellen kann, hat sie eine Stelle als Hausmädchen bekommen, zuerst ist sie verwundert, doch sie beschließt sie zu bleiben, vielleicht nicht zuletzt wegen dem netten, jungen Gärtner, der ebenfalls bei der Familie angestellt ist.

Den Rest könnt ihr euch entweder denken oder ihr müsst eben doch einfach das Buch lesen 😀 Ich für meinen Teil jedenfalls habe das Buch im Zug gelesen und wurde von der Dame neben mit gefragt, was mich so zum Lachen bringt und ob ich das Buch empfehlen könnte. Ja, definitiv, das kann ich. Wer nicht kochen kann, oder überhauot weiß, was für Geräte sich alles in einer Küche befinden, so wie Samantha im Buch, ist die wohl lustigste, aber unfähigste Haushälterin der Welt. Was aber gut ist für uns Leser, wir lachen uns dabei im wahrsten Sinne des Wortes kringelig. Findet sogar meine Mutter, und deren Buchgeschmack liebt sonst nur historische Romane:D

Hier noch das Cover, falls ihr wie ich seit und immer erstmal das Cover sehen müsst um zu entscheiden, ob ihr es lesen wollt oder nicht 🙂

Übrigens, ein anderer Favorit, ebenfalls von Sophie Kinsella, ist das Buch „Charlston Girl“, ein wunderbares Buch und es hat einen Ehrenplatz in meinem Regal, dazu schreibe ich bestimmt bald auch noch ein paar Sätze!