Perfekt zum Schmökern an kalten Tagen….!

…. ist David Mitchells „Wolkenaltlas“!

Jeder, der sich schon einmal über Nahverkehr und /oder die Bahn aufgeregt hat, wird sich wohl bestens mit Mitchells Figur Thimothy Cavendish verstehen, denn für ihn sind nicht nur Preisgebung und die Nichteinhaltung der Fahrpläne unverständlich, sondern auch das Personal unhilfreich.

Neben Cavendish hält der Wolkenaltlas noch andere Schicksale bereit, welche in wunderbarer Weise miteinander verbunden sind und sich gegenseitig ergänzen oder erklären. Adam Ewings Pazifiktagebuch erzählt von seiner Überfahrt zurück nach England und der Begegnung mit einem Doktor, die für immer sein Leben verändern wird. Sein Tagebuch inspiriert den Musiker Frobisher, ein Stück zu komponieren, welches er als perfekt erachtet. Luisa Rey, eine junge Jornalistin, hört dieses Stück in einem Plattenladen und kauft diese, ihr eigentliches Ziel ist die Aufdeckung von fehlerhaften Berichten über Generatoren. Diese Geschichte liest Cavendish auf seiner „schrecklichen“ Zugfahrt und seine Flucht aus einem Altenheim wird von einem Klon in naher Zukunft als Film gesehen und bewundert. Dieser Klon wird in einer weit entfernten Zukunft als Gottheit verehrt und von Zachry bewundert.

Von diesem Punkt aus werden nun alle zuvor unbeendeten Geschichten rückwärts beendet und das Buch schließt mit dem Pazifiktagebuch des Adam Ewing ebenso wie es begonnen hat.

Wie unsichtbar sind die einzelnen Schicksale über die verschiedenen Zeiten und über verschiedene Kontinente unsichtbar miteinander verknüpft. Und ich bin mir fast sicher, dass der Film (ich habe ihn noch nicht gesehen, obwohl ich das Buch wirklich großartig fand!) ebenso wundervoll und faszinierend ist!

David Mitchell - Der Wolkenaltlas

(Das Musikstück des Komponisten Frobishers trägt übrigens den Namen „Wolkenaltlas-Sextett“ und wer sich von euch fragt, wie es klingt, werde ich hier noch ein Video verlinken;) )